„Für das Kfz-Handwerk geht es 2026 darum, zwei Dinge gleichzeitig zu schaffen: das Tagesgeschäft zuverlässig zu meistern – und die Zukunft aktiv zu gestalten“, sagte Jeffrey Kilian, stellvertretender Vorsitzender des Bundesinnungsverbands des Kraftfahrzeughandwerks (BIV), auf einer Podiumsdiskussion mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder anlässlich des Neujahrsgipfels des Kraftfahrzeuggewerbes in Deutschland. Die Betriebe des Kfz-Handwerks seien für Millionen Autofahrerinnen und Autofahrer erste Ansprechpartner, wenn es darum gehe, Mobilität zu gewährleisten. „Dieses Vertrauen wollen wir weiter ausbauen, auch in einer immer digitaleren Fahrzeugwelt“, betonte Kilian.
Elektromobilität, Fahrerassistenzsysteme und vernetzte Fahrzeuge seien für Werkstätten große, gleichwohl gestaltbare Herausforderungen. „Elektromobilität, Software-Updates und KI-gestützte Systeme verändern die Werkstatt grundlegend“, unterstrich Kilian. Der BIV setze deshalb auf gezielte Qualifizierung, praxisnahe Schulungen und technische Unterstützung für die Betriebe.
Auf europäischer Ebene habe sich der Verband zudem für das Recht auf Reparatur von Kraftfahrzeugen und den freien Zugang zu wartungsrelevanten Fahrzeugdaten eingesetzt. Nun gehe es darum, die praktische Umsetzung sicherzustellen, damit Werkstätten unabhängig von Herstellerbindungen zum Wohle der Autobesitzer arbeiten könnten.