16.06.2026
Freie Kfz-Werkstätten sind auf den diskriminierungsfreien Zugang zu fahrzeugrelevanten Daten, technischen Informationen, Diagnose- und Kalibrierschnittstellen sowie zu Codierung und Software angewiesen. Nur so können sie Reparatur- und Wartungsleistungen an modernen Fahrzeugen erbringen.
Aktuell relevant sind die Revision der EU-Typgenehmigungsverordnung (VO 2018/858) sowie der Delegierten Verordnung zu RMI, die Umsetzung des ISO-Standards 18541, die Verabschiedung und das Inkrafttreten der Delegierten Verordnung (EU) 2026/699 zur Modernisierung der Regeln für Fahrzeugdaten und Software-Updates sowie die laufende Weiterentwicklung des SERMI-Rahmens für den Zugang zu sicherheitsrelevanten Reparatur- und Wartungsinformationen.
Restriktive Datenökosysteme der Fahrzeughersteller gefährden den Wettbewerb im Aftermarket und schränken die Wahlfreiheit der Verbraucher ein. Der BIV-Kfz tritt deshalb für die vollständige und wirksame Umsetzung des RMI-Zugangsrechts gemäß VO 2018/858, die verbindliche Einführung standardisierter Datenschnittstellen nach ISO 18541 einschließlich standardisierter Datenmodelle sowie einen herstellerneutralen, echtzeitfähigen Zugang zu fahrzeuggenerierten Daten für alle marktzugelassenen Werkstätten ein.
Cybersecurity-Maßnahmen dürfen nicht als Vorwand zur Marktabschottung dienen.