Über uns

Der Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV) ist Dienstleister von 27.023 Kfz-Werkstätten mit 324.270 Beschäftigten. Ihm gehören 14 Landesverbände mit 236 Kfz-Innungen an. Der Bundesinnungsverband ist eine juristische Person des privaten Rechts. Seine Rechtsfähigkeit erlangt er aufgrund der Genehmigung seiner Satzung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Wir haben die Aufgabe, die Interessen der Handwerke von Kraftfahrzeugtechnikern und Fahrzeugverwertern wahrzunehmen. Wir unterstützen die angeschlossenen Landesinnungsverbände in der Erfüllung ihrer gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben. Wir fördern die wirtschaftlichen und sozialen Interessen der den Landesinnungsverbänden angehörenden Mitgliedern (Kfz-Innungen und Kfz-Betriebe).

Durch unsere Arbeit unterstützen wir Kfz-Werkstätten dabei, erfolgreich arbeiten zu können. Wir begleiten technische und digitale Entwicklungen, vertreten die Belange des Handwerks gegenüber Politik, Industrie und Öffentlichkeit. Wir engagieren uns für die Förderung von Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Wir betreiben zudem die akkreditierte Inspektionsstelle AÜK. Sie unterhält ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) zur Durchführung von jährlich rund 11,5 Millionen hoheitlichen Werkstattuntersuchungen und -prüfungen in Kfz-Betrieben.

AÜK bündelt die amtlichen Werkstattuntersuchungen und -prüfungen nach DIN EN ISO/IEC 17020 unter einer starken Qualitätsmarke und sichert sowohl Kfz-Werkstätten als auch Autohäusern ein zukunftsfähiges Geschäftsfeld im Bereich AU, SP oder GAP.

Zahlen & Fakten

Gesamtstruktur des Kfz-Handwerks

Der Bundesinnungsverband des Kfz-Handwerks vertritt die Interessen von circa 27.000 Kfz-Werkstätten mit etwa 324.000 Beschäftigten, die schwerpunktmäßig mit der Instandhaltung, Wartung und Reparatur von Kraftfahrzeugen beschäftigt sind. Damit vertritt der Bundesinnungsverband einen bedeutenden Teil der deutschen Kfz-Branche.

Allein im Jahr 2024 konnte im Servicebereich ein Umsatz von 36,3 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 7,4 Prozent.


Fahrzeugbestand und Sicherung der Mobilität

Mit über 49 Millionen zugelassenen PKW und einem Durchschnittsalter von 10,6 Jahren wurden im Jahr 2025 zwei neue Höchststände erreicht. Insbesondere das steigende Fahrzeugalter sorgt für einen steigenden Bedarf an professionellen Reparaturen und Wartungen. Mit einer Werkstattauslastung in den vergangenen Jahren von über 85 Prozent ist das Kfz-Handwerk ein unverzichtbarer Faktor für individuelle Mobilität, gewerbliche Verkehre und die Funktionsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts, speziell im ländlichen Raum.

Da der Neuwagenabsatz sich seit mehreren Jahren auf einem schwachen Niveau befindet und auch kurzfristig keine Erholung zu erwarten ist, wird das Kfz-Handwerk auch zukünftig maßgeblich eine Stütze der Mobilität in Deutschland bleiben.


Ausbildung und Fachkräfteentwicklung

Mit rund 73.500 Auszubildenden im Bereich Kfz-Mechatronik ist das Kfz-Handwerk einer der größten Ausbildungsbereiche des deutschen Handwerks. Allein im Jahr 2024 wurden über 25.000 neue Ausbildungsverträge im Beruf Kfz-Mechatroniker/-in abgeschlossen. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von nahezu sieben Prozent dar. Damit zählt diese Ausbildung weiterhin zu den beliebtesten handwerklichen Ausbildungsberufen. Die Branche übernimmt damit eine tragende Rolle bei der Fachkräftesicherung, insbesondere in technisch anspruchsvollen und systemrelevanten Qualifikationen. Es gelingt dem Kfz-Handwerk, dem demografischen Druck im Handwerk entgegenzuwirken und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu sichern.


Gesellenprüfungen

Der Bundesinnungsverband des Kfz-Handwerks erstellte im Jahr 2025 die Aufgaben- und Lösungssätze für rund 17.000 theoretische Gesellenprüfungen (Digital und Print) und betreute dabei etwa 220 Prüfungsstandorte in elf Bundesländern in enger Zusammenarbeit mit den Landesprüfungsausschüssen.

Die Digital-Prüfung ist fester Bestandteil der Ausbildung: Rund 8.600 Prüflinge legten in neun Bundesländern an etwa 160 Standorten Teil 1 und Teil 2 der Gesellenprüfung in allen fünf Schwerpunkten digital ab.