Auto winterfest machen: Diese Checks helfen vor dem ersten Frost

Wenn die Temperaturen sinken, muss das Auto zuverlässig starten und sicher unterwegs sein. Ein Check vor dem ersten Frost hilft, mögliche Schwachstellen rechtzeitig zu erkennen. Der Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV-Kfz) erklärt, worauf es bei Batterie, Flüssigkeiten und Wartung ankommt.

Kälte setzt der Autobatterie zu: Ihre Leistungsfähigkeit nimmt ab, während der Motor wegen des zähflüssigeren Öls beim Start mehr Kraft benötigt. Gleichzeitig beanspruchen Licht, Gebläse und Heizungen die Batterie. Ein träges Startgeräusch oder deutlich dunkler werdendes Licht beim Anlassen können Warnsignale sein. Vor allem ältere Batterien sollten deshalb vor dem ersten Frost im Kfz-Meisterbetrieb geprüft werden.

Treten wiederholt Startprobleme auf, sollten neben Batterie und Anlasser auch die Zündanlage bei Benzinmotoren beziehungsweise die Vorglühanlage bei Dieselfahrzeugen fachgerecht überprüft werden.

Wer überwiegend Kurzstrecken fährt, sollte die Batterie gelegentlich durch eine längere Fahrt oder mit einem geeigneten Ladegerät nachladen, da sie auf kurzen Strecken möglicherweise nicht ausreichend geladen wird. Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik benötigen beim Batterietausch einen passenden Typ, der gegebenenfalls angelernt werden muss.

Auf Frostschutz und Kraftstoff achten

Vor dem ersten Frost sollten Füllstand und Frostschutz des Kühlmittels kontrolliert werden. Zu wenig Frostschutz kann dazu führen, dass das Kühlmittel gefriert und Motor oder Kühler beschädigt werden. Die Frostschutzkonzentration kann von einer Kfz-Werkstatt beim Wintercheck gemessen werden. Beim Nachfüllen sollte ausschließlich das vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene Kühlmittel verwendet werden, da unterschiedliche Produkte nicht ohne Weiteres miteinander gemischt werden dürfen. Wichtig ist außerdem, Kühlmittel nur bei kaltem Motor nachzufüllen.

Auch Dieselkraftstoff wird an die Jahreszeit angepasst. Sommerdiesel kann bei niedrigen Temperaturen ausflocken und den Kraftstofffilter zusetzen. Winterdiesel wird in Deutschland von Mitte November bis Ende Februar angeboten, während es in den Übergangszeiten eine entsprechend angepasste Qualität gibt.

Wintercheck und Wartung sinnvoll verbinden

Beim Wintercheck prüft der Kfz-Meisterbetrieb wichtige Fahrzeugkomponenten wie Batterie, Bremsen, Beleuchtung und Reifen. Auch Reifendruck, Flüssigkeitsstände, Frostschutz in Kühlmittel und Scheibenwaschwasser sowie Wischerblätter, Heizung und Heckscheibenheizung können kontrolliert werden. Der Check lässt sich gut mit dem Reifenwechsel verbinden. Steht ohnehin eine Inspektion an, bietet es sich an, die vom Hersteller vorgesehenen Wartungsarbeiten und Kontrollen ebenfalls vor dem ersten Frost durchführen zu lassen. Auf Grundlage der Prüfung kann der Kfz-Meisterbetrieb beurteilen, welche Arbeiten erforderlich sind. Müssen Teile ersetzt oder Betriebsstoffe nachgefüllt werden, achtet er auf den passenden Einsatzbereich und die Herstellerangaben. So lassen sich mögliche Schwachstellen rechtzeitig beheben und das Fahrzeug auf die kalte Jahreszeit vorbereiten.

Dieser Beitrag ist Teil der BIV-Kfz-Ratgeberreihe „Gut vorbereitet durch den Winter“.